Seine Arme umklammerten sie ganz fest, sie spürte seine Nähe, wie warm sein Körper war. Er bließ ihr seinen warmen feuchten Atem in den Nacken während er seine Hand sanft in ihren Haare vergrub und sie noch fester in seine Arme nahm. Er zitterte, seine Umarmung verringerte sich, er nahm sie zaghaft am Arm und lehnte sich vorsichtig ein wenig von ihr weg. Dann sah er in ihre großen braunen Augen, bemühte sich ein ehrliches Lächeln auf zusetzen und flüsterte "Weist du was? Du bist meine kleine Prinzessin und das wirst du auch immer sein. Du bist mein Ein und Alles. Du bist das schönste Geschenk was deine Mama mir gegeben hat, ich werde immer für dich da sein...- er nahm sie noch fester als zuvor in den Arm und nach einer kurzen Pause, einem gesenktem, nachdenklichem Blick flüsterte er ihr zärtlich ins Ohr -.. ich werde nicht zulassen, dass dir irgendwer weh tut, ich werde immer bei dir sein, dir wird nie jemand weh tun, ich werde dein Beschützer sein, ich beschütze dich, ich beschütze dich, ich beschütze dich..!"
Dann wurde plötzlich alles schwarz. Als nächstes sah sie sich in einem dunklen langen Raum. Ein kleiner Lichtstrahl fiel durch die angelehnte Tür. Sie saß in eine Decke gekauert auf ihrem Bett und starrte auf die Tür. Ein Zeit lang saß sie nur da, starrte auf die Tür und beobachtete den Lichtstrahl, doch dann wurde die Tür aufgestoßen. Sie krachte gegen die Wand dahinter und eine dunkle Gestalt stand unter dem Türrahmen. Die Gestalt war groß und breit, es war ein Mann, ein Mann der bedrohlich auf sie zu kam. Sie konnte nicht erkennen wer es war, denn sein Gesicht war verzerrt, doch ohne das Gesicht und den Ausdruck in diesem zu sehen stieg Angst in ihr hoch, ihre Kehle schnürrte sich zu und es fiel ihr schwer zu atmen. Er kam immer näher, mit schnellen langen Schritten schritt er auf ihr Bett zu, sah sie an, wie sie dort in der Ecke saß, mit flehendem Blick, den Glauben in den Himmel zu Gott gerichtet, darauf hoffend verschont zu werden, verschont vor diesem Schmerz, dieser Scham, dieser Schande.
Ruckartig und schweißgebadet schreckte sie aus ihrem Schlaf auf. Sie krallte sich immernoch mit ihren Fingern in das Bettlaken, ihre Augen waren tränenerfüllt, sie atmete schwer. Zum 3. Mal war sie nun diese Woche schon wegen diesem Albtraum aus dem Schlaf gerissen worden. Immer wieder der selbe Traum, der selbe szenenwechselnde Ablauf und immer wieder schwangen seine Worte nach dem Aufwachen noch in ihrem Gedächtnis nach "..ich beschütze dich, ich beschütze dich.."
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